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So nutzen Sie Multichannel-Marketing für Unternehmen

Multichannel-Marketing bietet gerade für kleine und mittlere Unternehmen unerwartete Werbemöglichkeiten. Schließlich setzt erfolgreiches Marketing auf verschiedene Werbekanäle. Der Schlüssel zum Erfolg für kleine Unternehmen ist das Multichannel-Marketing. Es besteht aus einer Mischung aus SEO, E-Mail-Marketing und PPC. Doch woher wissen Sie, welche Kanäle potenzielle Käufer am effektivsten anziehen und in Kunden umwandeln? Und was ist auf der jeweiligen Plattform zu tun? Das erfahren Sie in diesem Artikel.

Multichannel-Marketingkampagnen

Multichannel-Marketing kann Print, TV, Radio und mehr umfassen. Marketingexperten raten jedoch allgemein dazu, dass gerade kleine und mittelständische Unternehmen die folgenden Berührungspunkte (wenn nicht mehr) verwenden sollten, um online mit aktuellen und potenziellen Kunden in Kontakt zu treten: [1]

– Unternehmenswebseite
– E-Mail
– Social Media (mindestens Facebook, wenn möglich mehr)
– Google-Anzeigen / Suche

Beachten Sie, dass die reine Präsenz in diesen Kanälen nicht mit der Teilnahme an einer Mehrkanal-Marketingkampagne gleichzusetzen ist. Hier können die Vorteile mehrerer Consumer-Touchpoints noch verstärkt werden.

Indem Sie potenzielle Kunden gezielt verfolgen und im Rahmen einer koordinierten Kampagne plattformübergreifend mit ihnen interagieren, bauen Sie tiefere Verbindungen auf. Diese neuen Beziehungen verbessern die Lead- und Conversion-Raten maßgeblich.

Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2014 erleben 74 Prozent der Unternehmen einen Umsatzanstieg mit Multichannel-Marketing. Eine Studie von Gartner ergab, dass Kampagnen auf mehr als vier Kanälen einfachere Kampagnen mit nur einem oder zwei Kanälen um 300 Prozent übertreffen. [2]

Wie sieht eine erfolgreiche Multichannel-Marketingkampagne aus?

Nehmen wir an, Sie besitzen ein Online-Bekleidungsunternehmen, das T-Shirts verkauft. Sie beschließen, alte Lagerbestände zu verschieben und neue Kunden zu gewinnen. Der erste Touchpoint ist Ihre Website. Hier können Sie Kundendaten beim Kauf erfassen, aber auch Cookies und Tracking-Software einsetzen. Mit diesen Tools identifizieren Sie Kunden, die Ihre Website besuchen und den Einkaufswagen während des Bestellvorgangs verlassen haben.

Der „Cookie“ ist ein Code, der von einer Website gesendet und auf dem Computer des Benutzers gespeichert wird. So kann Ihre Site den Benutzer verfolgen, während er sich im Web bewegt.

Wenn diese Kunden andere Websites durchsuchen, auf denen Werbeflächen verfügbar sind, kann eine Anzeige für Ihr Geschäft (oder sogar das Produkt, das sie ihrem Warenkorb hinzugefügt haben) erscheinen. So führen Sie weitere Personen durch den Sales Funnel, indem Sie mit einer Google-Anzeige potenzielle Kunden auf Ihre Website leiten und diese anschließend im Internet wieder verfolgen.

Sie können nicht nur neue Kunden über die bezahlte Suche gewinnen, sondern auch Ihren T-Shirt-Verkauf in Ihre E-Mail-Liste aufnehmen. Dadurch wird der Datenverkehr von Ihrem aktuellen Kundenstamm zu Ihrer Website weitergeleitet. Darüber hinaus können Sie dieselbe Retargeting-Strategie wie zuvor verwenden, indem Sie Ihre E-Mail-Liste exportieren und zielgerichtete Anzeigen für den Verkauf schalten. Diese Strategie kann die Öffnungsrate der E-Mails von 50 auf 100 Prozent erhöhen. Dies geht aus mehreren professionellen Berichten hervor [3]. Wenn dieselben Kunden eine ähnliche Anzeige oder ein gleichartiges Angebot auf Facebook sehen, steigen Ihre Conversion-Raten weiter an. Wenn Sie diese Werbebanner einem neuen Publikum präsentieren, indem Sie aufgestockte Posts oder gezielte Facebook-Werbekampagnen verwenden, sehen mehr und mehr User Ihre Website. Zudem erhalten diese Personen dann Ihre neu ausgerichtete Anzeige. Wenn diese Interessenten etwas kaufen oder sich für Ihre Mailing-Liste anmelden, können Sie diese Personen wieder für die nächste Mailing-Aktion einplanen. Es liegt auf der Hand: Mehrere Kanäle belohnen Ihre Marketingbemühungen schnell.

Multichannel-Marketing: Best Practices

Um im Multichannel-Marketing wirklich erfolgreich zu sein, benötigen Sie natürlich mehr als nur mehrere Kanäle. Hier sind einige Punkte zu beachten, die Sie bei der Aufstellung Ihrer neuen Strategie beachten sollten.

Daten sind der Schlüssel

Stellen Sie sicher, dass Ihre Website so eingerichtet ist, dass Besucher nicht nur in Zahlen erfasst werden. Sehen Sie sich an, wie Leute Ihre Webseite nutzen, wo sie hereinkommen und woran sie scheitern. Gehen Sie nicht davon aus, dass alle User Ihre Homepage besuchen. Stellen Sie stattdessen sicher, dass Ihre Site auf verschiedenen Geräten und von jedem Zugriffspunkt aus einfach zu verwenden ist. Richten Sie eine Berichterstellung für wichtige Kennzahlen ein, damit Sie Ihre Erfolge und Misserfolge nachverfolgen und im Laufe der Zeit mehr über Ihre Kunden erfahren können. Dazu gehören:

1. Google Analytics: Ein einfaches Plug-in von Google, das Ihnen einen Schatz an Informationen darüber liefert, wie Ihre Website genutzt wird und wer sie verwendet. Erfahren Sie, wie Nutzer Ihre Website finden und wie Ihre Bemühungen die Daten im Laufe der Zeit verändern.

2. Social-Media-Analyse: Es ist gut zu wissen, wie viele Follower Sie auf jeder Plattform haben. Wer diese Fans sind, was sie sonst noch „liken“ und wie sie auf Ihre Inhalte reagieren, ist natürlich noch hilfreicher. Wenn die Zahlen steigen, können Sie abschätzen, was und warum funktioniert hat – und es notfalls erneut versuchen.

3. Gated Content: Viele kleine Unternehmen verwenden kostenlose Inhalte wie E-Books oder ein kostenloses Webinar, um eine E-Mail-Liste zu erstellen. Wenn Sie diese Ressource mit einer E-Mail-Konfiguration „gaten“, können Sie Ihre Liste erweitern. Sie können allerdings mit Gated Content auch wesentlich besser verstehen, welche Kanäle die besten Leads liefern.

Pflegen Sie Ihre Kundenbeziehungen

Denken Sie einmal an Marken, die Ihnen selbst gefallen. Höchstwahrscheinlich interagieren Sie mit ihnen oder sehen ziemlich regelmäßig etwas in der einen oder anderen Form. Wenn Sie persönliche Informationen angegeben haben, werden diese Mitteilungen wahrscheinlich mit Ihrem Namen und möglicherweise sogar Ihren spezifischen Interessen und Produktpräferenzen personalisiert. Halten Sie Ihr eigenes Unternehmen mit regelmäßiger Kommunikation und versuchen Sie nicht alles nur über den Verkauf abzuwickeln. Stellen Sie Inhalte mit emotionalem Bezug bereit, die Kunden lange nach dem der Verkauf beendet ist, binden können.

Vernetzen Sie Ihre verwendeten Kanäle

Fans auf Facebook sind für einen Kauf oft noch nicht bereit, doch eine Anmeldung zum Newsletter ist für die Follower in Ordnung. Mit persönlicher Ansprache können potenzielle Kunden dazu gebracht werden, Ihre Webseite zu liken oder Ihrem Instagram-Feed zu folgen. Beliebt sind kostenlose Belohnungen. Überlegen Sie, wie jeder Kanal die anderen fördern kann: Je mehr Berührungspunkte Sie mit jedem Kunden haben, desto besser.

Nutzen Sie eine Multichannel-Marketingstrategie für bestimmte Kampagnen

Engagement ist wichtig, aber es ist genauso wichtig, dass Sie Ihre Bemühungen über alle Kanäle hinweg koordinieren. Stellen Sie sicher, dass Ihre Anzeigen und Posts eindeutige Call-to-Actions enthalten. Effektiv sind beispielsweise „Klicken Sie hier“ oder „Rufen Sie jetzt an“. Diese klaren Aufrufe ermutigen Ihre Follower dazu, Ihre Kampagne zu verfolgen, sich anzumelden oder sich in anderer Weise zu engagieren.

Dabei gilt: Je öfter Besucher Ihre Marke sehen, desto eher werden sie sich daran erinnern. Tatsächlich legt die „Regel der 7“ nahe, dass es siebenmal dauert, bis Ihre Marke einem Kunden wirklich bewusst wird. Um so viele Interaktionen zu erzielen, müssen Sie potenzielle Kunden in den verschiedensten Kanälen treffen und durch Werbeanzeigen oder Blogartikel mit ihnen in Kontakt treten. Mit Multichannel-Marketing können Sie die Wirkung Ihrer Kampagnen maximieren und potenzielle Kunden nachverfolgen. Solange die verschiedenen Formate immer wieder die gleiche Botschaft bekräftigen.

Quellen:

[1] The Manifest. “How Small Businesses Use Digital Marketing Channels in 2019” [Stand: 10.11.2019]
[2] Gartner. “Multichannel Marketing” [Stand:10.11.2019]
[3] FitSmallBusiness.com. “25 Retargeting Ad Examples and Tips From the Pros” [Stand:10.11.2019]

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