shutterstock.com

Eigenen Podcast erstellen – so gelingt es!

Was ist »Podcasting«? Warum ist es ein beliebtes Medium? Und wie lassen sich eigene Podcasts produzieren, promoten und veröffentlichen? Dieser Ratgeber offenbart, worauf es im digitalen Zeitalter beim Podcast ankommt.

Podcasts sind inzwischen ein populäres Medium im Audiomarketing. Nutzer wissen das Audioformat zu schätzen. Denn im Corona-Jahr 2020 haben rund 33 % der Deutschen auf solche Audiodateien zugegriffen.

Grundlagen: Was ist ein Podcast?

Bevor du dich mit dem Erstellen eines eigenen Audioformats beschäftigst, solltest du dein Grundwissen überprüfen: Weißt du, worum es bei einem Podcast geht und was das ist? In erster Linie kannst du dir eine solche Hördatei wie eine Rundfunksendung vorstellen.

Diese Sendung stellt ihre Inhalte unabhängig von der Sendezeit online bereit. Dadurch sind die Beiträge jederzeit abrufbar. Das ist heutzutage gut zu gebrauchen. Denn Flexibilität ist ein elementarer Baustein der modernen Arbeitswelt. Dementsprechend fehlt im hektischen Alltag oft die Zeit, um Neues zu lernen oder sich entspannt zu informieren.

Der Begriff »Podcast« ist ein Mix aus »Broadcasting« und »iPod«. Der Name stammt also vorrangig vom US-Hersteller Apple. Dieser stellte zuerst solche Formate mit dem iPod und iTunes bereit.

Ein solches Format ist im Regelfall eine hörbare Datei, die vom Publikum abrufbar ist. Sie ist vergleichbar mit einer herkömmlichen Serie. Die Hördatei setzt sich aus einzelnen Episoden bzw. Folgen zusammen. Diese lassen sich vom Endnutzer individuell aufrufen und abspielen.

Wie gelingt das Erstellen eines eigenen Podcasts?

Für die Produktion eines eigenen Audio-Beitrags, sind diese 3 Elemente wesentlich:

• Schwerpunkt bzw. das Thema (Art des Podcasts)
• Ausrüstung bzw. Hardware (Mikrofon, Computer)
• Software (Mixer bzw. Audio-Bearbeitungsprogramme)

Die Vorbereitung des Podcasts ist essenziell für die Produktion und alle nachfolgenden Schritte. In jedem Fall stehen der Inhalt und das übergreifende Thema bei den Beiträgen im Fokus. Denn wer packend aufbereiteten und thematisch ansprechenden Content liefert, punktet bei den Zuhörern.

Schritt 1: Thema, Episoden und Inhalte festlegen!

Bevor du teures Equipment kaufst, lohnt es sich, ansprechenden Content vorher zu planen. Dabei hast du in weiten Teilen freie Wahl: Ob Gesundheit, Technik oder Umwelt – such dir einen Schwerpunkt aus, der dein Interesse weckt. Dadurch bleibst du eher motiviert, um den Podcast zu produzieren.

Die einzelnen Episoden sind kurzweilig (wenige Minuten lang) oder von längerer Dauer (mehrere Stunden). Alles steht und fällt deshalb mit dem Skript. Ein guter Beitrag folgt einem roten Faden. Damit du den nicht verlierst, lohnt sich ein Skript, dem du beim Sprechen bequem folgst. Achte dementsprechend darauf, dir den Inhalt der Folge vorher zu gliedern, strukturieren und aufzuschreiben. Dadurch verhinderst du unnötige Längen und Ausschweifungen.

Jede Episode eines Podcasts folgt außerdem einer festen Struktur, sodass sich die Hörer bequemer zurechtfinden. Eine Folge beginnt demzufolge mit einem Intro. Solch ein Einstieg weckt im besten Fall die Aufmerksamkeit und das Interesse des Publikums. Danach folgt der Jingle. Dabei handelt es sich um eine kurze musikalische Einstimmung auf den folgenden Inhalt.

Die Titelmusik hilft, den Podcast im Gedächtnis des Zuhörers zu verankern. Auf diese Weise erinnert sich die Zuhörerschaft eher an den Beitrag. Nach dem Jingle kommt der eigentliche Inhalt (»Main Content«), bevor das sogenannte »Outro« erfolgt. Dabei ist der »Call to Action« ein wesentliches Element. Denn dieser verleitet im Idealfall den Zuhörer zum Anhören der nachfolgenden Episode.

Neben dem Inhalt ist die Häufigkeit bedeutend, um regelmäßig und verlässlich wahrgenommen zu werden. Wie oft soll der Podcast erscheinen? Ob täglich, wöchentlich, alle 14-Tage oder monatlich – das bleibt dir überlassen. Wesentlich ist hierbei, die gewählte Frequenz beizubehalten. Auf die Art bindest du die Zuhörer stärker an den Podcast.

Schritt 2: Ausrüstung besorgen!

Du weißt, worüber du reden willst und wie oft dies geschehen soll. Jetzt fehlt lediglich die passende Ausrüstung, um den Podcast aufzunehmen. Dazu benötigst du vor allem ein geeignetes Mikrofon. Du kannst generell ein Handy-Mikrofon nutzen. Wer professionell und langfristig podcasten will, investiert aber besser in ein hochwertiges Mikro. Damit gelingt die Aufnahme im Regelfall besser.

Hierbei hast du die Wahl zwischen einem dynamischen Mikrofon und Kondensatormikrofonen. Erstere sind ideal, wenn du allein oder mit einer weiteren Person (z. B. Interviews) den Podcast aufnimmst. Ein Kondensatormikrofon eignet sich besser, um zwei oder mehr Personen gleichzeitig aufzuzeichnen. Das bietet sich z. B. für Talkrunden zwischen zwei und mehr Gesprächspartnern an.

Im Idealfall wählst du ein Mikrofon mit Ständer. Damit minimierst du Bewegungsgeräusche. Zugleich ist ein USB-Kabel als Verbindung zum Computer empfehlenswert. Dadurch zeichnest du die Podcast-Folge direkt im Schnittprogramm auf. Das erspart dir das zusätzliche Übertragen der Datei auf den Rechner.

Schritt 3: Software auswählen!

Um deinen Podcast bereitzustellen, brauchst du außerdem ein Bearbeitungsprogramm. Damit stellst du sicher, dass die jeweilige Folge flüssig und in einer einheitlichen Lautstärke abläuft. Für die ersten Schritte im Bereich Podcasting eignen sich kostenlose Programme für Windows, Linux oder macOS.

Das Programm »Audacity« ist beispielsweise für alle drei Betriebssysteme geeignet und wird häufig verwendet. Für den höheren Anspruch bieten sich letztlich auch kommerzielle Software-Lösungen an. Dazu gehören z. B. »Apple Logic Pro« oder »Presonus Studio One«. Du kannst das jeweilige Programm ganz nach deinen persönlichen Vorlieben auswählen.

Finale Schritte: Podcast veröffentlichen!

In der letzten Phase entfernst du unnötige Gesprächspausen aus der Aufnahme. Zugleich hilft dir die Software beim Verbessern der Qualität. Zuletzt fehlt die Veröffentlichung von deinem Podcast. Das Veröffentlichen gelingt dir mit einem sogenannten »Hosting-Anbieter«, wie z. B. »Libsyn« oder »SoundCloud«.

Sobald du deinen eigenen Podcast veröffentlicht hast, kannst du ihn auf verschiedene Weise vertreiben. Dafür bieten sich entweder die eigene Webseite, ein Blog oder andere Plattformen (iTunes, Spotify, etc.) an.

Fazit – den eigenen Podcast erstellen!

Dieser praxisnahe Ratgeber hat dir einen ersten Überblick zum Erstellen von Podcasts verschafft. Du weißt, was du auf jeden Fall brauchst und worauf im Wesentlichen zu achten ist. Mit passender Ausrüstung, Software, kreativen Ideen und Struktur gelingt dir die Produktion und Promotion der eigenen Hör-Beiträge bestimmt schnell und einfach.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.