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Cashbacks: verändertes Bonussystem im Online-Handel

Die Corona-Pandemie hat Schneisen der Verwüstung durch die Innenstädte geschlagen. Viele gewachsenen Strukturen wurden zerstört, viele Existenzen zu einem Neuanfang gezwungen. Der Trend, der sich vor der Seuche bereits abzeichnete, nämlich die Verlagerung der Einkäufe ins Internet, beschleunigt sich massiv.

Das System der Gutschriften im stationären Handel

In der analogen Einkaufswelt dominieren nämlich noch die traditionellen Gutschriften, um neue Kunden anzulocken und Bestandskunden weiter zum Kaufen zu motivieren. Oft sind diese Gutschriften an ein gewisses Mindestlimit gebunden, das heißt nur wer für zum Beispiel mindestens 20 Euro einkauft, kann sich seine Treueherzen, oder wie die Belohnungen heißen, verdienen. Diese werden nun gesammelt und können ab einer bestimmten Menge für Gegenleistungen eingelöst werden. Meistens handelt es sich dabei um bestimmte Angebote, um Sachwerte, die vorher bekannt sind und auf die Kunden hinarbeiten. Im Online-Handel haben sich auf dem Markt mit Cashbacks Belohnungssysteme durchgesetzt. Diese funktionieren allerdings etwas anders als Gutschriften.

Der Bonus bei Cashbacks

Was das System der Gutschriften im stationären Handel ist, ist das System der Cashbacks im Online-Handel. Ein Vergleich soll die Vor- und Nachteile der Cashbacks des jeweiligen Bonussystems erhellen. Anders als bei Gutschriften werden die Belohnungen, die mit dem Einkauf bei einem bestimmten Anbieter verbunden sind, nicht gesammelt. Sie fließen stattdessen direkt zurück an den Kunden. Bei den Belohnungen selbst handelt es sich bei den Cashbacks zudem nicht mehr um Sachwerte. Von welcher Art die Belohnungen beim Cashback-System sind, das wird bereits beim Namen deutlich, der übersetzt „Geld zurück“ bedeutet. Konkret handelt es sich um einen Anteil am Preis, den der Kunde direkt zurückerstattet bekommt. Dieser Anteil kann Werte bis zu 10 % betragen.

Wie das Cashback-System funktioniert

Zum System gehören das Affiliate-Netzwerk als übergeordneten Organisator, der Anbieter, der die Cashbacks über einen Link einbindet, der Online-Shop, der die damit verbundene Ware verkauft und der Kunde. Der Kauf des Kunden wird über das Internet-Tracking verifiziert. Nötig dazu ist die Angabe von persönlichen Daten. Nur wenn der Kunde dazu bereit ist, darf er am System mitwirken.
Letztendlich ist der eingesparte Betrag, über den sich der Kunde freuen kann, nur ein Teil des Betrages, der als Provision an den Cashback-Anbieter ausgezahlt wird. Auf diese Weise lohnt sich das System für jeden Mitspieler, weil am Ende alle etwas davon haben. Kunden, die sich im Cashback-Programm registriert haben, können gezielt auf Jagd nach Schnäppchen gehen, denn sie sehen die Angebote der beteiligten Online-Shops auf einen Blick und können sich für das beste Angebot entscheiden.

Vor- und Nachteile von Cashbacks im Vergleich zu Gutschriften

Umfragen belegen, dass derzeit etwa jeder vierte Kunde die mit den Cashbacks verbundenen Angebote nutzt. Im Vergleich zu Gutschriften wird immer wieder der Vorteil der freien Verfügbarkeit der Belohnungen genannt. Anders als bei Gutschriften erhalten Kunden die Cashbacks nämlich zeitnah ausgezahlt und sie können anders als bei Gutschriften selbst entscheiden, was sie mit dem Bonus machen, da es sich bei dem Cashback-Bonus nicht mehr um bestimmte Sachgeschenke handelt, sondern um bares Geld.

Ein weiterer Vorteil ist die geringere Bindung des Kunden, der nicht mehr gezwungen ist, beständig bei einem bestimmten Anbieter einzukaufen. Cashbacks bauen nämlich nicht aufeinander auf und es macht keinen Unterschied, ob man sich den Bonus zehnmal beim selben Anbieter oder bei zehn verschiedenen Anbietern auszahlen lässt. Dem gegenüber steht der Nachteil der Preisgabe eigener Daten, was vor allem Datenschützer bedenklich stimmt, weil es ungewiss ist, was mit den Daten letztendlich passiert und ob Kunden in Zukunft ungefragt mit Werbung belästigt werden.

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